Dorfmuseum Düshorn
Düshorn ist der größte von 22 Ortsteilen der Stadt Walsrode und war bis zur niedersächsichen Kommunalreform im Jahre 1974 eine eigenständige Gemeinde. Zur Zeit hat Düshorn mit seinen Ortschaften Beetenbrück, Ellinghausen und Rödershöfen etwa 2200 Einwohner/Innen.
Der Name leitet sich ab aus dem historischen
Namen "Dußhorne" (1. Teil "duß" = leichtes, weißes
Moor; leicht = flach - weiß = Wollgrass bedeckte einst die moorige
Landschaft / 2. Teil "horn" = Form des Ortes, wie das Urhorn). Schon 1021 n.Chr.
finden sich erste Erwähnungen des Ortes im Lüneburger Lehensregister.
Der Ort war bis zum verheerenden Brand 1824, bei dem 71 Gebäude den Flammen zum Opfer fielen, nördlich der Kirche komprimiert. Erst mit dem Wiederaufbau gliederte sich das ursprüngliche Bauerndorf in den alten Ortskern. Seit der Zeit steht auch der Glockenturm der Kirche freistehend. Die abgebrannten Höfe wurden am Ortsrand wieder aufgebaut. Acht Bauernhäuser wurden in der heutigen Straße "Auf dem Kamp" gegenüber der Schule neu errichtet, alle in gleicher Ausführung. Wenn alle die seitlichen Türen öffneten, konnte man vom ersten bis zum letzten Haus durchsehen.
Düshorn liegt im Autobahndreieck A7 / A27, fünf Kilometer südöstlich von Walsrode, südlich einer Geestbruchkante in einem seicht nach Süden verlaufenden Tal. Nach Nordost das "Weite Feld" mit Ackerflächen der mittleren Bodengüte. Im Süden liegen sandige Böden, die in Bruch übergehen. Große Waldgebiete im Südosten, die "Hohe Heide". Im Südwesten der Beetenbusch, der in die Ahrensheide übergeht, schließen den Nahbereich um Düshorn ab.
Der Boden der beiden letztgenannten Gebiete ist Flugsand der Böhmeniederung und somit von geringer Qualität. Die abwechslungsreiche Gegend um unser Dorf lädt zum Wandern und Rad fahren zur Erholung vom Alltagsstress ein.
Wasser und Heidesand, blau und gelb, ergeben die Grundfarben des Düshorner Wappens. Das Horn deutet auf die ursprüngliche Form des Dorfes hin, die Wellen auf das Strandbad.
Das Düshorner Strandbad mit dem
schönen weißen Strand sorgt für erfrischende
Abkühlung an warmen Tagen. Der Wedden, ein Waldstück nahe der Kirche, mit
dem Feuchtbiotop und der großen Obstbaumwiese, ist ein
abwechslungsreiches Erholungsgebiet mitten in Düshorn.
Das Dorf besteht aus den Hofsiedlungen
Ellinghausen und Rödershöfen als älteste Ansiedlungen,
Düshorn selbst, dem Bahnhof Beetenbrück, sowie den nach 1945 entstandenen
Siedlungen "Am krummen Winkel" und Beetenbrück-Siedlung.
Einen erheblichen Einwohnerzuwachs erfuhr
Düshorn 1970 durch die Bebauung des Paschebergs und der
Ellinghäuser Straße. Duch die Fertigstellung des Baugebietes "Am Kapellenkamp"
im Jahre 2000 enstand ein weiterer Zuwach von ca. 100 Einwohner/Innen.
Das neue Baugebiet "Kottekamp/Rehrweg" wird zur Zeit bebaut - die
Grundstücke sind sehr begehrt.
Das Düshorner Dorfmuseum finden
Sie in der Kirchstraße 4, in der ehemaligen Dorfschule, die heute
neben dem Dorfmuseum die Büros des Verkehrsvereins und des
Ortsvorstehers beherbergen.
Die Düshorner Chronik als Buchdruck ist kürzlich in einer
aktualisierten Neuauflage erschienen.
Die Geschichte von Düshorn und seinen Ortsteilen Beetenbrück,
Ellinghausen und Rödershöfen wird hier ausführlich
erläutert. Historisches Bildmaterial, Verzeichnis der alten
Bauernhöfe und Hofnamen dokumentieren die Entwicklung der
Ortschaft. Für weitere Details hier klicken!
Am 19. Januar 2001 wurde der Verein
Düshorner Dorfmuseum e.V. gegründet. Er ist als
gemeinnützig anerkannt.
Das Museum selbst wurde am 30. März
2003 mit einer Ausstellung über Leben und Wirken des Düshorner Komponisten
Ludwig Rahlfs offiziell eröffnet. Zweck des Vereins ist -kurz umrissen- die Sammlung, Pflege,
Bewahrung und Veröffentlichung historischer, ländlicher Kulturgüter.
Alljährlich bietet das Düshorner
Dorfmuseum seinen Mitgliedern und Freunden eine Ausstellung mit
wechselnden Thema, eine Museumsfahrt, die Veranstaltung "Platt im Café" und
einen Museumsfest.
Bestandteil des Düshorner Dorfmuseums
ist auch die Obstbaumwiese am ortsnahen "Wedden". Insgesamt 68
Bäume alter hochstämmiger Obstsorten wurde Ende 1999 gepflanzt und 2002
um 10 Spalierobstbäume ergänzt.
Weitere Vorhaben sind der Umbau eines
Stalles auf dem "Dickens-Hof" zu einer Ausstellungshalle für
historische, ländliche Maschinen und Geräte, sowie die Einrichtung einer
Spinn- und Webstube.
Adresse:
Dorfmuseum Düshorn e.V.
Kirchstraße 4
29664 Düshorn
Öffnungszeiten April-Oktober:
Donnerstags 15:00 - 17:00 Uhr.
An Feiertagen geschlossen.
Führungen nach Vereinbarung:
- Telefon + Fax 05161 3777 (Herr Rieckmann)
- oder über die Tourist-Info
Preise:
- Erwachsene 1,00 EUR
- Kinder & Jugendliche 0,50 EUR
Vorsitzender des Vereins Düshorner Dorfmuseum e.V.
Klaus Rieckmann
Am Pascheberg 3
29664 Düshorn
Telefon + Fax 05161 3777
Kloster Walsrode | Heidemuseum Walsrode


